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Sanitärfugen im Nassbereich

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Anwendungsbereiche für Sanitärfugen

Fugen und deren Abdichtung mit Fugendichtstoffen, die einer gelegentlichen Wasserbelastung ausgesetzt sind (Küche, Bad, Waschküche, Sauna, Molkereien, Industriebetriebe). Nicht erfasst werden Fugen im Unterwasserbereich (Schwimmbäder, Kanalbau, Kläranlagen etc).

Sanitärfugen

Konstruktive Ausbildung von Fugen

Im Nassbereich tritt eine Vielzahl von Fugen auf, z.B. Bodenfugen, Anschlussfugen an Sanitärelemente oder andere Bauteile. Je nach Ausmaß der auftretenden Bewegung unterscheidet man zwischen:

  • Bewegungsfugen
  • Statischen Fugen

Im Gegensatz zur Bewegungsfuge ist die statische Fuge keiner oder nur sehr geringer Bewegung ausgesetzt.

Fugenabmessungen

Die Fugenabmessungen ergeben sich aus der Summe der Beanspruchungen und den mechanischen Eigenschaften der Baustoffe. Sie werden vom Planer festgelegt unter Berücksichtigung der zulässigen Gesamtverformung der vorgesehenen Dichtstoffe. Dabei ist im allgemeinen von einer Temperaturdifferenz von 40°C auszugehen. Haftflächen unter 6 mm Schenkellänge sind zu vermeiden. Darüber hinaus sollte die Dicke des Dichtstoffes 6 mm nicht unterschreiten. Die Fugenbreite ist so zu bemessen, dass die Gesamtverformung des Dichtstoffes (Summe aus Stauchung und Dehnung) bezogen auf die Fugenbreite höchstens 20 –25 % - je nach Dichtstofftyp – beträgt. Um eine einseitige Belastung des Dichtstoffes zu vermeiden, sollte die Einbautemperatur von 5°C nicht unterschritten werden. Das Ausmaß der auftretenden Bewegung hat einen wesentlichen Einfluss auf die konstruktive Ausbildung der Fugenabdichtung sowie auf die Auswahl des Fugendichtstoffes.

Bodenfugen

Als Baustoffe finden sich hier u.a. keramische Beläge, Natursteine, Beton, Kunststoffbeschichtungen. Bodenfugen werden unterschieden in:

  • Feldbegrenzungsfugen (Dehnungsfugen im Belag)
  • Randfugen (Anschlussfugen zu Wänden oder den Belag durchdringender Bauteile)

Fugen im Nassbereich sind Wartungsfugen!

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