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Sanierung PCB-haltiger Fugen

Dauerelastische Fugenmassen stellen eine der Hauptquellen für primäre PCB-Belastungen von Gebäuden dar. Bei den PCB-haltigen, meist grauen Dichtungsmassen (VORSICHT: Die Fugen könnten überstrichen worden sein) handelt es sich um Produkte auf der Basis eines Polysulfidpolymers, die allgemein auch als "Thiokol-Massen" (Handelsname) bezeichnet werden.
Folgende Anwendungsbereiche sind weit verbreitet:
- Gebäudedehnfugen
- Bewegungsfugen zwischen Betonfertigteilelementen und Waschbetonplatten
- Anschlussfugen bei Fenstern, Fensterbänken, Türen und Treppen
- Sanitärfugen (selten)
- Abdichtungen von Einbauschränken und Waschbecken (selten)
- Tankstellen und Abfüllbereiche

Die Verarbeitungsdauer der PCB-Produkte erstreckt sich über einen Zeitraum von 1955 bis 1975, wobei das Höchstmaß der Nutzung in dem Zeitbereich von 1964 bis 1972 fällt. In dieser Zeit hatten die PCB-haltigen Fugenmassen einen Marktanteil von 80 bis 90 Prozent. Obwohl der Einsatz von PCB in offenen Systemen 1978 verboten wurde, sind nachweislich später eingebaute Fugenmassen häufig noch bis in den Anfang der 90er Jahre mit PCB belastet. Eine genaue Beurteilung hinsichtlich der PCB-Haltigkeit von dauerelastischen Fugenmassen kann anhand des Baujahres eines Gebäudes oder des optischen Eindrucks der Fugen nicht gegeben werden. Auch bei Renovierungen oder dem Umbau von Gebäuden können PCB-haltige Produkte verbaut worden sein.

Dichtungsmassen auf der Basis von Polyacryl, Silikon oder Polyurethanen enthalten kein PCB. Auch heutige Fugensysteme auf Thiokolbasis sind frei von PCB Bestandteilen.

Sanierung am Objekt

Zur Sanierung der PCB-haltigen Fugen ist sind ausschließlich geprüfte Fachbetriebe nach TRGS 524 und BGR 128 zugelassen. (Link zu unserer Zulassungsurkunde der BG Bau)

Ist eine Sanierung durch ein Fachbüro geplant und organisiert worden, wird der Fugendichtstoff unter Einhaltung der geforderten Schutzmaßnahmen ausgebaut und fachgerecht entsorgt. (Entsorgungsnachweis muss vorhanden sein) Die Neuverfugung der Bauteile findet gemäß den Herstellerrichtlinien des Dichtstoffs analog zu einer "normalen" Neuverfugung von Beton- oder Bauteilanschlussfugen statt.